Kündigung durch den Arbeitgeber

Änderungskündigung

Änderungskündigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Änderungskündigung ist eine abgeschwächte Form der normalen Kündigung. Mit ihr wird zwar das bisherige Arbeitsverhältnis gekündigt, zugleich wird jedoch ein neues Arbeitsverhältnis begründet.

Das Direktionsrecht des Arbeitgebers gestattet diesem dem Arbeitnehmer Weisungen bezüglich der Arbeitsbedingungen wie Ort, Art und Zeit der Arbeitstätigkeit zu erteilen. Der Arbeitnehmer hat diesen Weisungen Folge zu leisten. Dieses Direktionsrecht ist vorrangig zu einer Änderungskündigung. Doch ist das Direktionsrecht ausgeschöpft, wenn sich bspw. die Höhe der Vergütung ändert oder das ursprüngliche Berufsfeld völlig verändert. Dann ist eine Änderung des Arbeitsvertrages notwendig.

Genaugenommen handelt es sich bei der Änderungskündigung also um keine Auflösung des Arbeitsvertrages, sondern um eine Änderung der Arbeitsbedingungen. Da es sich dennoch um eine Kündigung handelt, gelten für sie die allgemeinen gesetzlichen Regelungen. Allerdings gilt bei der betriebsbedingten Änderungskündigung folgende Modifikation:

Der Arbeitgeber bedarf eines dringenden betrieblichen Erfordernisses für die Änderungskündigung, wonach die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers zu den bisherigen Bedingungen nicht möglich ist.

Auf eine Änderungskündigung kann der Arbeitnehmer wie folgt reagieren: Entweder er lehnt die Änderung ab und es greift die normale Beendigungskündigung oder er akzeptiert das Änderungsangebot und die damit verbundenen neuen Arbeitsbedingungen.

Bei Ablehnung muss sich der Arbeitnehmer überlegen, ob er die Kündigung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage innerhalb von 3 Wochen angreifen möchte. Vor der Unterzeichnung einer Änderungskündigung sollte sich der Arbeitnehmer unbedingt von einem Anwalt rechtlich beraten lassen um die veränderten Arbeitsbedingungen zu prüfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugang der Kündigung

© Rechtsanwalt Daniel Ruehringer - Aichtal-Grötzingen bei Nürtingen