Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis

 

 

 

Arbeitszeugnis Formulierung

 

 

 

Nach Ende des Arbeitsverhältnisses, also nach Kündigung, Eigenkündigung oder Auflösung, hat der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses gem. § 630 BGB.

Das Arbeitszeugnis dient künftigen Bewerbungen und kann so dem künftigen Arbeitgeber wichtige Informationen liefern. Man unterscheidet zwei Arten von Zeugnissen. Das einfache Zeugnis, in welchem nur Art, Dauer, Person und Beruf des Arbeitnehmers aufgeführt sind und das qualifizierte Zeugnis, welches zusätzlich noch den Charakter des Arbeitnehmers beschreibt.

Der Arbeitgeber ist bei seiner Wortwahl grundsätzlich frei, weshalb man als Arbeitnehmer den Wortlaut im Zeugnis immer genaustens prüfen sollte, da hier der Teufel oft im Detail liegt. Sätze wie "Der Arbeitgeber hat seine Aufgaben stets motiviert und zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt", kommen auf einer Schulnotenskala einer eins gleich. Sätze wie "Der Arbeitgeber hat seine Aufgaben immer erledigt", kommen auf einer Schulnotenskala einer vier gleich, da in diesem Satz eine gewisse Gleichgültigkeit des Arbeitnehmers versteckt ist. Sätze wie "Der Arbeitgeber ist ein geselliger Typ und stets für einen Spaß zu haben", deuten auf einen Arbeitnehmer hin, der seine Arbeitspflichten nicht so genau nimmt und als sekundär betrachtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Rechtsanwalt Daniel Ruehringer - Aichtal-Grötzingen bei Nürtingen