Rechtsanwaltskosten Arbeitsrecht

Kosten im Arbeitsrechtsprozess

Rechtsanwaltskosten Arbeitsrecht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beispiel Kosten Anwalt Arbeitsrecht

Im Zivilrecht gibt es den Grundsatz, wonach derjenige, der den Rechtsstreit verliert, die damit verbundenen Kosten zu tragen hat. Der Verlierer des Rechtsstreits trägt die gesamten Kosten. Gewinnt man den Rechtsstreit nur teilweise, z.B. zu 75 %, so trägt der Unterlegene auch nur die Kosten in Höhe von 75%, den Rest zahlt der Überlegene selbst. Für die Gerichtsgebühren gilt der dieser Grundsatz auch im Arbeitsrechtsprozess.

Im Arbeitsrecht in der ersten Instanz gilt abweichend für die Rechtsanwaltskosten, dass jede Partei ihre Kosten selbst tragen muss gem. § 12a Abs. 1 ArbGG!

Bei Verzug Im Zivilrecht gibt es auch den Grundsatz, wonach derjenige, der den Verzug zu vertreten hat, den hierdurch entstandenen Verzugsschaden zu tragen hat (§ 280 BGB). Hierunter fallen dann auch die vorprozessualen Rechtsanwaltsgebühren (regelmäßig die Geschäftsgebühr).

Dieser Grundsatz gilt wegen § 12a ArbGG (Arbeitsgerichtsgesetz) ebenfalls nicht!

 

Rechtsanwaltskosten

Die Höhe der Anwaltskosten im Zivilprozess bemisst sich nach dem Streitwert der jeweiligen Sache. Je höher der Streitwert, desto höher sind die Gebühren des Rechtsanwalts.

Ein Anwalt kann bspw. folgende Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) verdienen:

1,3 Geschäftsgebühr für vorgerichtliche Tätigkeiten aller Art

1,2 Terminsgebühr für Gerichtstermine (fällt nur einmal an pro Instanz!)

1,3 Verfahrensgebühr für Tätigkeiten während des gerichtlichen Verfahrens

.1,0 Einigungsgebühr für Vergleiche während des gerichtlichen Verfahrens

1,5 Vergleichsgebühr für Vergleiche außerhalb des gerichtlichen Verfahrens

Hierzu ein Beispiel: Der Streitwert der Kündigung liegt bei 6.000 €, der Rechtsanwalt hat zwei Schriftsätze an das Gericht geschickt und war zweimal bei Gericht, welches ein Urteil erlässt. Im Anhang des Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gibt es folgende Tabelle in welche wir nun einen Blick werfen.

>>> zur RVG-Tabelle (klick)

Lösung: Sie schauen in die RVG Tabelle bei 6000 €. Eine Gebühr ist danach 338 € wert. Der Rechtsanwalt hat sich eine Verfahrensgebühr (1,3) und eine Terminsgebühr (1,2) verdient. Folglich hat er sich 2,5 Gebühren erarbeitet. Damit hat der Rechtsanwalt ohne Mehrwertsteuer 2,5 x 338 € = 854,00 Euro verdient. Hinzu kommt noch eine Kostenpauschale für Telefon- und Papierkosten, etc. und die Mehrwertsteuer.

Die Streitwerte bei Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht lassen sich nicht immer genau beziffern, weshalb folgende Formeln zur Berechnung des Streitwerts gelten: Für eine Kündigungsschutzklage à ¼ des Jahresbruttogehalts, für eine Abmahnung ein Bruttomonatsgehalt, für ein Zeugnis ein Bruttomonatsgehalt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kosten

 

 

 

 

© Rechtsanwalt Daniel Ruehringer - Aichtal-Grötzingen bei Nürtingen