Kündigungsschutzklage gem. § 5 Kündigungsschutzgesetz

Kündigungsschutzklage

Arbeitsrecht Anwalt Nürtingen Esslingen

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Um sich gegen eine Kündigung des Arbeitgebers gerichtlich zu wehren, muss der Arbeitnehmer eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen. Hierbei gilt es eine Frist von 3 Wochen zu beachten.

Die Klage beim Arbeitsgericht muss unbedingt spätestens drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung erhoben werden. Wird diese Frist versäumt, so wird eine Wirksamkeit der Kündigung fingiert nach § 7 KschG. Das bedeutet, dass selbst eine unwirksame und unzulässige Kündigung bei Säumnis wirksam wird (Präklusion). Daher gilt es die Drei-Wochen-Frist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage unbedingt einzuhalten!

Sollten mehrere Kündigungen des Arbeitgebers ausgesprochen worden sein, so muss um die Präklusion zu verhindern, theoretisch gegen jede einzelne Kündigung separat geklagt werden. Bei zwei Kündigungen nur gegen eine Kündigung per punktueller Feststellungsklage zu klagen ist nicht ausreichend! In der Praxis sorgt ein Rechtsanwalt jedoch mit einem einzigen sog. Schleppnetzantrag dafür, dass weitere im Laufe des Kündigungsschutzverfahrens ausgesprochene Kündigungen in einem Kündigungsschutzantrag umfasst sind. Dieser Schleppnetzantrag umfasst dann auch spätere Beendigungstatbestände. Es empfiehlt sich daher bei einer Kündigung unbedingt einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens aufzusuchen, um Fehler bei der Kündigungsschutzklage zu vermeiden.

Die Kündigungsschutzklage dient der Feststellung des Fortbestehens des Arbeitsverhältnisses in dem Zeitpunkt des Zuganges der Kündigung. Die Kündigung wird vom Arbeitsgericht auf ihre Wirksamkeit überprüft. Hier spielen die Vorgaben des Kündigungsschutzgesetz (KSchG) meist eine große Rolle. In der Regel enden Kündigungsschutzprozesse bei denen eine unwirksame Kündigung vorliegt mit einem Vergleich, bei dem einvernehmlich das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung beendet wird. Grund hierfür ist die mögliche Blamage, die sich ein Arbeitgeber ersparen möchte, welche entstehen würde, wenn der Arbeitnehmer wieder auf seinem alten Arbeitsplatz erscheint.

Regelmäßig haben auch die Arbeitnehmer nach Kündigung durch den Arbeitgeber wegen dem gestörten Arbeitsverhältnis kein Interesse mehr an dem alten Job und haben sie sich bereits anderweitig auf dem Arbeitsmarkt umgesehen. Dennoch klagt der Arbeitnehmer mit einer Kündigungsschutzklage auf eine Weiterbeschäftigung bzw. Wiedereinstellung, um so eine Abfindung vom Arbeitgeber zu erhalten. Da dieser aber die Weiterbeschäftigung gerade unbedingt vermeiden möchte, wird das Verfahren oft zu einem Pokerspiel um die Höhe der Abfindung. Erweist sich die Kündigung nämlich als unwirksam, so wird die Vergleichsbereitschaft und Zahlungsmoral des Arbeitgebers steigen.

Auch deshalb lohnt sich hier der Gang zu einem Rechtsanwalt, der die rechtliche und prozessuale Situation einschätzen kann, um so eine möglichst hohe Abfindung in Form eines Vergleichs für den Arbeitnehmer herauszuholen, bzw. für den Arbeitgeber eine solche möglichst gering zu halten.

 

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht

 

 

 

 

 

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© Rechtsanwalt Daniel Ruehringer - Aichtal-Grötzingen bei Nürtingen